Thomas Schreckenberger - 09. November 2018


So exakt und akkurat er gekleidet ist, so präzise ist Thomas Schreckenberger's Umgang mit der Sprache. 

 

„Ene, mene, muh – wem traust du?“ heißt sein Programm. 

Mit Dynamik und sprachlicher Authentizität holt er genüsslich zum Rundumschlag aus: Wem kann man heute schon vertrauen, wo der amerikanische Geheimdienst mehr von uns weiß als die neugierige Nachbarin? 

 

Er ruft ein unerschöpfliches Reservoir an Vertrauensverlusten in der Gesellschaft auf: Banken, Börsen, Beipackzettel der Pharmazie, Sinn oder Unsinn der Vorschriften bei der Mülltrennung, Politik. Schreckenbergers meisterhafter Umgang mit der Sprache ist es, der die Zuhörer in Bann zieht. Zugegeben, manchmal bracuht es eine Denksekunde, bevor umso heftiger ein übersprudelndes lachen einsetzt. Unerwartet und eindrucksvoll sind seine verbalen Achterbahnfahrten. 

 

Mit exakten Formulierungen, bissigen Pointen und immer wieder überraschenden Wendungen bringt er die Zuhörer zum Jubeln .... mit einem satirischen Bonbon über das bekannteste Beispiel „Liebe“ in der Literatur „Romeo und Julia“ erfreut Schreckenberger zum Schluß.